Nachbarschaftsmütter Hohenhorst

„Ich bin beeindruckt, was diese Frauen seit ihrem Start gemeinsam mit den Familien im Stadtteil für ihre Integration und die Bildung ihrer Kinder erreicht haben. Ich wünsche mir, dass dieses Vorbild in Deutschland Schule macht!" (Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz, Schirmherrin der Nachbarschaftsmütter)

Die Nachbarschaftsmütter sind ehrenamtlich tätige Frauen, die selbst in einem besonders belasteten Stadtteil leben. Sie bieten anderen Müttern und Familien praktische Unterstützung in Deutsch oder in ihrer Muttersprache an.

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Herkunft und Sprachen
Die Mütter aus Hohenhorst kommen aus verschiedenen Ländern wie der Türkei, Afghanistan, Ghana, Mali, dem Libanon, Ägypten sowie Deutschland und haben Kenntnisse in 13 Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Türkisch, Arabisch, Dari, Paschtu, Farsi, Urdu, Twi, Yoruba, Igbo und Efik).

Tätigkeitsfelder einer Nachbarschaftsmutter
Durch ihr vielfältiges Unterstützungsangebot werden bislang isoliert lebende Familien in ein soziales Netzwerk eingebunden und darin gestärkt und ermutigt, sich aktiv am Entwicklungs- und Bildungsprozess ihrer Kinder zu beteiligen. Die Nachbarschaftsmütter sind im Stadtteil sehr präsent, werden häufig angesprochen und nehmen auch auf Spielplätzen aktiv Kontakt zu ihnen unbekannten Familien auf. Sie haben regelmäßige Sprechzeiten in verschiedenen Einrichtungen des Stadtteils. Somit erreichen die Nachbarschaftsmütter Menschen, die das deutsche Hilfssystem oft (noch) nicht erreicht.

Die Nachbarschaftsmütter
• helfen kostenlos bei Fragen der Bildung, Erziehung und bei Alltagsproblemen
• übersetzen und vermitteln auf Elternabenden, bei Behörden und Arztbesuchen
• geben Tipps und praktische Unterstützung für den Familienalltag
• kennen sich gut im Stadtteil aus und stellen Kontakte zu unterstützenden Einrichtungen her
• sind wichtige Brückenbauerinnen zwischen den Familien, Schulen, Kitas und anderen sozialen Einrichtungen
• unterstützen die Flüchtlingsarbeit im Stadtteil.

Von März 2014 bis Juni 2015 erreichten die Nachbarschaftsmütter insgesamt 302 Familien.

Der Lokalfernsehsender noa4 hat freundlicherweise einen kurzen Beitrag über die Arbeit der Nachbarschaftsmütter gedreht und am 1. Juni 2015 in seiner Reihe „Freizeit-Helden gesucht" ausgestrahlt:


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Projektträger
Träger des Projekts ist Erziehungshilfe e.V. Die zugehörige Beratungsstelle „Auf KURS" im Haus am See ist Koordinierungs- und Informationsstelle für das Projekt Nachbarschaftsmütter Hohenhorst. Dort haben die Frauen eine dreimonatige Schulung mit Zertifikat durchlaufen und werden von den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle in ihrem Engagement fachlich begleitet und unterstützt.

Finanzierung
Die Anschubfinanzierung von Auf KURS erfolgte durch die Aktion Mensch. Das Projekt Nachbarschaftsmütter wird ermöglicht durch die Förderung des Hamburger Spendenparlamentes, der Homann-Stiftung sowie durch das Projekt „heimspiel. Für Bildung" der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und der Joachim Herz Stiftung.

Sponsoren AufKURS

 




Kontakt
Beratungsstelle auf KURS
Schöneberger Straße 44
22149 Hamburg
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Tel. 040-668 51 41 11
Fax. 040-668 51 41 42


Zur langfristigen Absicherung der Arbeit der Nachbarschaftsmütter ist Erziehungshilfe e. V. auf Spenden und weitere Förderer angewiesen.

 

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Öffnungszeiten